Freitag, 23. September 2016

Wenn Knie und Rücken zur Pause zwingen

Wegen seiner Verletzung am Knie und Rücken ging in diesem Jahr die gigantische Grand-Slam-Serie von Roger Federer zu Ende. Der „Maestro“ musste nach 65 „Major“-Teilnahmen in Folge auf die French Open verzichten und trat später auch nicht zu den US Open an. Kurz nach dem Wimbledonturnier, wo er den Einzug ins Finale knapp verpasst hatte, verkündete der Schweizer überraschend das Ende seiner Saison. Obwohl Federer in diesem Jahr nur sieben Turniere gespielt hat, ist er derzeit noch die Nummer sieben im ATP-Ranking. In der Jahresrangliste liegt er auf Position zwölf.

Top-10-Rekord verpasst, Top-100-Rekord wird geknackt

Da der 35-Jährige erst am 2. Januar beim Hopman Cup in Perth wieder auf der Tennisbühne zu sehen sein wird, ist auch klar, dass er einen bestimmten Rekord von Jimmy Connors nicht brechen wird. Der US-Amerikaner verbrachte insgesamt 788 in Folge in den Top Ten, vom 27. August 1973 bis 26. September 1988. Federer steht derzeit bei 728 Wochen, seit dem 14. Oktober 2002, in den Top Ten und wird noch einige Wochen hinzufügen. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, wann der „Maestro“ aus den Top Ten fallen wird. Allerspätestens kurz vor Beginn der ATP World Tour Finals in London wird Federer nicht mehr in der „Bel Etage“ vertreten sein.

Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass der 17-malige Grand-Slam-Sieger ohne die vielen Turnierverzichte und das frühe Saisonende bis zum Ende des Jahres in den Top Ten geblieben wäre. Im November 2017 hätte Federer in dieser Top-Ten-Statistik an Connors vorbeiziehen können. Weitere Rekorde des US-Amerikaners kann der Schweizer aber in den nächsten Jahren noch brechen, unter anderem die Gesamtwochen in den Top Ten (817 Wochen). Auch bei den meisten Wochen in Folge in den Top 25, Top 50 und Top 100 liegt Connors noch vorne und wird von Federer gejagt. In der Top-100-Statistik wird der „Maestro“ in einem Monat an Connors vorbeiziehen, wenn er seine 890. Woche in Folge in den Top 100 beginnt. Auch den Rekord des US-Amerikaners mit den meisten Wochen in Folge in den Top 50 (873 Wochen) sollte Federer im nächsten Jahr knacken, sofern er fit ist. Durchschnaufen kann Connors bei einigen seiner Rekorde, die Federer verpasst hat, allerdings noch nicht, da mit Rafael Nadal und Novak Djokovic bereits zwei weitere Anwärter Kurs auf die Bestmarken genommen haben.

Wer dennoch Interesse am Tennissport hat und diesen zukünftig besser und professioneller betreiben möchte, dem raten wir zu einem Urlaub in einem Tenniscamp



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Dienstag, 20. September 2016

Faltebehandlung verschafft jugendliches Aussehen

Wir präsentieren Ihnen heute die Praxis von Dr. Thomas Fischer in Frankfurt am Main.

Zusammen mit unserer medical health beauty LOUNGE bieten wir unseren Patienten ästhetische und kosmetische Hautverjüngungskonzepte an. Angefangen beim sanften Fruchtsäurepeeling und Mikrodermabrasion über Hyaluronsäure und Botulinum bishin zum IPL- und Diodenlaser zur Faltenbehandlung, die Ergebnisse werden auch allerhöchsten Ansprüchen gerechnet. Linien, Mimikfalten,Pigmentierungen, Teleangiektasien, Rosacea, erweiterte Poren, fahler Teint, sowie sonnenbedingte Alterszeichen gehören zu den häufigsten unerwünschten Hautveränderungen. Der Übergang zwischen kosmetischen und medizinischen Behandlungen ist heutzutage fließend. Die Kombination hochwirksamer kosmetischer Produkte mit modernster Gerätetechnologie ermöglicht erstaunliche Effekte.

In unserer Praxisklinik in Frankfurt bieten wir viele unterschiedliche Varianten der Faltentherapie (Faltenbehandlung) hierzu zählen:

Hyaluron zur Faltenbehandlung

Falten, die sich dauerhaft in der Haut vertieft haben, können sehr gut mit Hyaluronsäure behandelt werden, unter Umständen auch in Kombination mit anderen Verfahren. Vor jeder Behandlung wird in unserer Praxisklinik in Frankfurt ein ausführliches Beratungsgespräch durchgeführt, sodass wir ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen können. Hyaluronsäureverhilft der Haut durch ein körpereigenes Eiweiß zu einem frischen Aussehen und mehr Volumen. Da Hyaluronsäure keine artfremden Eiweiße enthält, ist eine allergische Reaktion nahezu ausgeschlossen.

Botulinum Faltentherapie

Botulinum wird bereits seit den 80-er Jahren in den verschiedensten Bereichen verwendet, relativ neu ist die Anwendung im Bereich der Falten. In unterschiedlichen Studien wurde die Sicherheit dieses Mittels belegt. Im Laufe der Jahre entstehen aufgrund der ständigen Aktivität der mimischen Muskeln Falten in der darüber liegenden Haut, wie beispielsweise Lachfalten an den Augenwinkeln, Zornesfalten über der Nase oder auch Falten an der Stirn. Durch Botulinum (auch „Botox“ genannt) wird die Muskelkontraktion gehemmt und somit werden die Falten geglättet. Das Ergebnis hält in der Regel 4 – 6 Monate an, auf Wunsch kann die Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Die Befürchtung, dass das Gesicht nach der Botox-Behandlung unnatürlich und maskenhaft wirkt, ist unbegründet – wir legen großen Wert auf ein natürliches Aussehen.

Falten behandeln mittels IPL- & Diodenlaser

Unerwünschter Haarwuchs, Besenreiser, Alters- und Pigmentflecken, Couperose, Akne und Rosacea lassen sich hervorragend mit IPL und dem Diodenlaser entfernen. Mit dem computergesteuerten IPL-Licht oder dem Laser werden das Melanin, das Pigment oder das Blutgefäß erwärmt und denaturiert, das umliegende Gewebe wird dabei nicht geschädigt. Während des Erneuerungszyklus der Haut wird die entstehende Substanz abgestoßen. Behandelt werden können sowohl Hautschichten an der Oberfläche, als auch in tieferen Regionen. Eine IPL- oder Laserbehandlung wirkt unter der Hautoberfläche. Sie sind direkt nach dem Eingriff sofort wieder gesellschaftsfähig



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Freitag, 16. September 2016

Barttransplantation mittels FUE Methode

Eine Barttransplantation wird mit Hilfe der FUE-Methode durchgeführt. Jedes Haar wird hierbei einzeln mit einer sehr kleinen Hohlnadel aus einem Areal des Hinterkopfs (Haare aus diesem Bereich gehören zur Körperbehaarung und fallen daher nicht aus!) entnommen und in die kahlen, lichten Stellen wie Oberlippe, Wangen oder in den Kinnbereich verpflanzt. In den ersten drei Monaten nach der Barttransplantation durch Eigenhaar fallen die verpflanzten Haare zunächst erst einmal wieder aus.

Allerdings wachsen dann direkt im Anschluß daran gesunde, kräftige Barthaare möglichst lebenslang nach. Die Barthaar-Transplantate sind absolut widerstandsfähig und können – wie gewohnt rasiert und getrimmt werden

 Wichtige Fakten zur Barttransplantation

Für welche Indikation?
  • haarlose Bartbereiche und Bartlücken
  • Neumodellierung (z.B. Auffüllung, Korrektur oder Erweiterung der Bartform)
  • Auffüllung nach einer Geschlechtsumwandlung
Was erwartet mich?
  • Haare werden im Entnahmebereich (Hinterkopf) je nach Methode gekürzt
  • Lokalanästhesie
  • Haare werden nach der FUE-Methode aus dem Spenderbereich des Hinterkopfes entnommen
  • einzelne Haarfolikel werden im Anschluß in lichten, unbehaarten Bartberei verpflanzt
  • ca. 14 Tagen nach dem Eingriff sind alle Krusten soweit abgefallen und von dem Eingriff nichts mehr zu sehen
Welche Ergebnisse werden erzielt?
  • volle, kräftige Barthaare – mit fester Haar-Struktur (da die entnommenen Haare am Hinterkopf zur Körperbehaarung gehören)
  • verpflanztes Barthaar kann wie gewohnt gewaschen, rasiert und gepflegt werden
Dauer der Barttransplantation
  • Abhängig von der Menge der Transplantate ca. 3 – 6 Std.
Kosten der Barttransplantation
  • ca. 3.000 – 4.000 Euro/Behandlung (abhängig von der Menge der zu verpflanzenden Haarwurzeln)


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Freitag, 5. August 2016

Die häufigsten Fußbeschwerden

Hallux Valgus, Knick-Senkfuß & Morton Neurom – Die häufigsten Beschwerden

Schätzungsweise drei Viertel aller Erwachsenen haben Fußbeschwerden. Was sind die häufigsten Probleme? Wodurch entstehen diese? Und weshalb sind überwiegend Frauen betroffen? Antworten auf diese und weitere Patientenfragen zum Thema von Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde sowie Fuß- und Sprunggelenksspezialist der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Wenn stechende Schmerzen jeden Schritt zur Qual machen und nur noch ein Humpeln zulassen, so steckt dahinter oft der Fersensporn. Durch wiederholte kleinste Verletzungen entzündet sich die Sehnenplatte, die an der Fußsohle verläuft. „Ursache dafür kann falsches Schuhwerk sein“, erläutert Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. „Aber auch häufige längere Autofahrten können beispielsweise zu diesen Kleinstverletzungen führen“, fügt der Fuß- und Sprunggelenk-Spezialist hinzu. Was hilft? Linderung bringen Cool-Packs und entzündungshemmende Gele sowie maßgefertigte orthopädische Einlagen. Bewährt haben sich zudem unter anderem Stoßwellentherapie oder Botox-Injektionen. Operative Eingriffe sind nur in Ausnahmefällen nötig.

Hallux Valgus ist ein typisches Frauenleiden. Grund dafür sind die genetische Veranlagung und ein schwaches weibliches Bindegewebe. Aber auch Deformationen durch hohe Absätze oder zu enge Schuhe können eine Fehlstellung der großen Zehe verursachen. Was hilft? „Hallux valgus ist eine Sammeldiagnose für sehr unterschiedliche Krankheitsprozesse“, betont Dr. Schneider. „Die Therapie muss deshalb den individuellen Beschwerden gerecht werden.“ Im Anfangsstadium helfen oft Fuß- und Zehengymnastik sowie Schaumstoffpolster und Schienen zur Schmerzlinderung. Häufig kommt man um eine Versteifung eines Teils der Fußwurzel nicht herum. Ist die Fehlstellung weit fortgeschritten, bleibt nur die OP.

Falsche Schuhe & schwache Bänder belasten die Füße

Der Knick-Senkfuß tritt meist bei Kindern auf. Im Erwachsenalter sind Frauen von dieser Fußfehlstellung dreimal häufiger betroffen als Männer. Primäre Ursache sind schwache Bänder, insbesondere die vom Unterschenkel bis in den Fuß ziehende Tibialis posterior-Sehne. Diese sind nicht mehr in der Lage, die Ferse aufrecht zu halten. Folglich weicht diese knickartig nach außen. Das Fußlängsgewölbe hingegen ist gesenkt. Was hilft? Schuheinlagen können das Fußlängsgewölbe unterstützen. Förderlich sind zudem physikalische Therapiemaßnahmen wie Ultraschallbehandlung oder Kältetherapie.

Oftmals leiden vor allem Frauen jahrelang unter einem heftigen Stechen und Brennen im Vorfuß, bevor der Facharzt Morton Neurom diagnostiziert. „Grund dafür ist die übermäßige Belastung des Nervus medianus“, erklärt Dr. Schneider. Dieser Nerv verläuft an der Fußsohle entlang zwischen den Mittelfußknochen und verzweigt sich in die Zehen. Was hilft? In erster Linie Schuheinlagen, die das vordere Fußgewölbe wieder aufrichten. Wichtig sind auch möglichst flache Schuhe mit ausreichendem Zehenraum. Ist der Durchmesser des Morton Neuroms zu groß, so geht an einer operativen Lösung kaum ein Weg vorbei.

Der Spreizfuß gehört zu den häufigsten Fuß-Verformungen. Oft sind ungeeignete Schuhe mit hohen Absätzen Schuld an der Absenkung des vorderen Fußgewölbes. Aber auch erblich bedingtes, schwaches Bindegewebe kann das Auseinanderweichen des Vorderfußes verursachen. Frauen „erwischt“ es viermal häufiger als Männer. Charakteristisch für den Spreizfuß sind immer auch Krallenzehen und eine Schiefstellung der Zehen. Was hilft? Ein abgesunkenes Fußgewölbe lässt sich weder durch therapeutische Behandlungen noch durch eine OP dauerhaft wieder aufrichten. Linderung bringen können entzündungshemmende Medikamente, Einlagen, Wechselbäder, Fußgymnastik.

Eigenbluttherapie gegen Spitzfuß

Der Spitzfuß ist eine schmerzhafte Veränderung der Fußstellung. Da die normale Abrollbewegung des Fußes nur eingeschränkt möglich ist, gehen Betroffene häufig auf Zehenspitzen. Spitzfußfehlstellungen können angeboren oder neurologisch bedingt sein. Mögliche Ursache sind aber auch Nervenstörungen sowie unfallbedingte Schädigungen der Sehnenmuskeln oder auch des Gelenkes. Was hilft? „Die Therapie des Spitzfußes richtet sich ganz wesentlich nach der Ursache der Fehlstellung“, erklärt Dr. Schneider. Konservative Therapiemaßnahmen umfassen Dehnungsübungen oder auch eine Eigenbluttherapie. Bei verstärkten Veränderungen im Vorfußbereich oder erheblichen Einschränkungen bleibt oft nur die (minimal-invasive) OP.

Sehr enge oder hohe Schuhe können ein Tarsaltunnelsyndrom auslösen oder verstärken. Auch ein verstauchtes Sprunggelenk, Krampfadern, Knochenbrüche oder -sporne führen zu Schwellungen und, damit verbunden, zu einer Einengung des durch den Fuß laufenden Schienbeinnerves. Hinter dieser schmerzhaften Nervenveränderung können aber auch entzündliche Erkrankungen wie Arthritis oder Rheuma stecken. Häufig klagen Patienten über ein Kribbeln oder Gefühlsstörungen der Fußsohle. Typisch sind auch nächtliche Schmerzen mit Ausstrahlung in Fuß und Unterschenkel. Was hilft? In erster Linie Injektionen lokaler Betäubungsmittel. Bei schweren Entzündungen und starken Schwellungen des Nervens hat sich auch Kortison bewährt. Hilft keine Therapie gegen die erheblichen Beschwerden, so kann eine OP erforderlich sein.

Quelle: netzathleten.de



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Donnerstag, 4. August 2016

Wenn die Motivation zum aufstehen fehlt

Jeder ist mal müde, schlecht gelaunt und unkonzentriert. Aber wann sprechen Experten von einer Depression? Warum die Krankheit mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung ist und welche Ursachen sie haben kann.

Christa Roth-Sackenheim: Die Depression ist eine schwerwiegende und ernstzunehmende Erkrankung, die sich im Gehirn abspielt, aber auch Auswirkungen auf Psyche, Geist, Konzentration und Körper hat. Wenn zum Beispiel zu einer Depression zusätzlich eine körperliche Erkrankung vorliegt – wie Diabetes, Bluthochdruck, Asthma oder eine Krebserkrankung – so ist der Verlauf der körperlichen Erkrankung schlechter.

Warum ist das so?

Das ist einerseits so, weil der Mensch sich depressionsbedingt weniger gut um seine körperliche Erkrankung kümmern kann, andererseits scheint eine unbehandelte Depression an sich auch einen verschlechternden Einfluss auf die körperliche Krankheit zu haben. Forscher vermuten, dass dies mit Immunprozessen im Körper zu tun hat, die wir heute noch nicht bis ins Letzte verstehen.

Können Krankheiten auch der Auslöser sein?

Bestimmte körperliche Erkrankungen, zum Beispiel Schilddrüsen- oder Nebennierenunterfunktion, oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Betablocker oder Antibiotika können der Auslöser für Depressionen sein. Die Gründe für Depressionen sind jedoch meistens sehr komplex – oder gar nicht als einzelner Auslöser auffindbar.

Experten sprechen meistens von den vier Säulen der Depression. Danach sind die bereits genannten Erkrankungen, die Vererbung, die Vernachlässigung im Kindesalter sowie schwerwiegende Erfahrungen im Erwachsenenalter häufige Gründe dafür, dass Menschen chronisch depressiv werden.

Wann werden Betroffene chronisch depressiv?

Es gibt die einmalig auftretenden depressiven Episoden nach einem schweren biografischen Ereignis, die aber durch kompensatorische Faktoren oder auch Selbstheilungskräfte wieder ausklingen. In diesem Fall hat der Betroffene einmal im Leben eine Depression gehabt – aber er ist nicht chronisch depressiv.

Davon unterscheiden wir die sogenannte rezividierende Depression, in der die Betroffenen immer wieder depressive Phasen erleben zwischen denen sie wieder gesund ist. Bei einer chronischen Depression gibt es zwar auch depressive Episoden – dazwischen befindet sich der Erkrankte aber nie im herkömmlichen Gesundheitszustand.

Wie nehmen Depressive ihre Umgebung dann wahr?

Meine Patienten beschreiben es mir oft so: „Ich lebe als müsste ich durch ein zähes Gel hindurchleben. Jede Bewegung und jeder Gedanke ist unglaublich anstrengend und ermüdend. Ich habe keine Kraft morgens aufzustehen, obwohl ich es unbedingt will. Ich denke, ich bin deshalb der schlechteste Mensch auf Erden und habe es nicht verdient, dass irgendjemand mit mir zu tun haben will.“

Wie viele Menschen in Deutschland haben solche Gedanken?

Man geht davon aus, dass in Industrieländern die Lebenszeitprävalenz, also die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben an einer Depression zu erkranken, bei etwa 15 Prozent liegt. In Deutschland geht das Robert-Koch-Institut davon aus, dass innerhalb von zwölf Monaten fünf bis sechs Millionen Menschen depressiv erkranken.

Dabei sind die depressiven Episoden nicht mitgezählt, die im Rahmen einer Bipolaren Störung auftreten – also einer Erkrankung, die ein Schwanken zwischen schweren Depressionen und sehr starker krankhafter Hochstimmung mit sich bringt.

Sind das mehr als noch vor einigen Jahren?

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass die Zahl der Depressionen in den vergangenen Jahren nicht zugenommen hat.

Symptome einer Depression

  • Müdigkeit
  • Depressive Stimmung
  • Keinerlei Freude
  • Selbstvertrauen
  • Konzentration

Allerdings können Ärzte die Krankheit immer besser diagnostizieren, sie wird weniger tabuisiert und dementsprechend mehr Menschen machen ein Therapie. Deshalb haben wir oft den subjektiven Eindruck, dass die Zahl der Betroffenen permanent steigt.

Gibt es Berufe, in denen besonders viele Beschäftigte depressiv sind?

Berufstätige, die helfenden Jobs nachgehen, erkranken häufiger als andere Berufsgruppen. Zum Beispiel Gesundheitspfleger, Altenpfleger, Ärzte, Feuerwehrmänner oder auch Polizisten.

Macht Arbeit denn grundsätzlich depressiv?

Nein. Arbeit per se ist ein sinnstiftender Faktor, der Depressionen sogar vorbeugt. Schlechte Arbeitsbedingungen  können allerdings Erschöpfungszustände und depressive Erkrankungen auslösen – aber man kann nicht generell sagen, dass Arbeit depressiv macht.

Können Sie Beispiele für schlechte Arbeitsbedingungen nennen?

Das können sich ständig wiederholende Tätigkeiten sein, schlechte Arbeitszeiten, eine geringe Einbindung in das Team, wenig Perspektive und Identifikationsmöglichkeiten mit dem Arbeitsumfeld, wenig Beteiligung an arbeitsbezogenen Entscheidungen wie das in der Zeitarbeit beispielsweise oft der Fall ist. Andererseits ist Zeitarbeit oft ein Einstieg in eine berufliche Tätigkeit, die später wieder Sinn gibt.

Wozu können Depressionen im schlimmsten Fall führen?

Die Depression ist eine potenziell tödliche Erkrankung. Wir gehen davon aus, dass die zirka 11.000 Suizide pro Jahr in Deutschland zu über 80 Prozent durch Depressionen verursacht werden. Zwischen vier und fünf Prozent aller depressiven Menschen begehen Suizid. Wenn man ausschließlich die schweren Depressionen betrachtet, sind es bis zu 15 Prozent. Männer suizidieren sich doppelt so häufig wie Frauen.

Was hilft gegen Depressionen?

Grundsätzlich sind Depressionen gut behandelbar. Die Behandlung hängt von der Form und der Schwere der Depression ab. Leichte Depressionen kann der Hausarzt zunächst abwartend beobachten. Je schwerer die Depression wird und je häufiger sie auftritt, um so komplexer wird der Behandlungsbedarf. Es stehen gute psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmethoden zur Verfügung. Bei mittelschweren und schweren Depressionen kombiniert man das in der Regel. Bei sehr schweren und therapieresistenten Depressionen gibt es auch sogenannte biologische Behandlungsmethoden wie die Neurostimulation.

Ein Beitrag von: wiwo.de



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Donnerstag, 28. Juli 2016

Früherer Tod durch Übergewicht

Es ist nicht überraschend, aber dennoch erschreckend: Eine Langzeit-Studie belegt eindeutig, dass zwischen starkem Übergewicht und einem frühen Tod ein Zusammenhang besteht. Bei einer Auswertung von 3,9 Millionen (!) Patientendaten zwischen 1970 und 2015 zeigte sich: Nur jeder Zweite mit einem BMI über 40 wird älter als 70 Jahre!

Die Studie, veröffentlicht im Fachblatt „The Lancet“, ist die bisher umfangreichste medizinische Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Gewicht und Sterberisiko. Das internationale Forscherteam konnte anhand der Daten klar die These widerlegen, dass sich einige Pfunde zu viel nicht auf die Lebensdauer auswirkten.

Hauptautor Emanuele Di Angelantonio von der Universität Cambridge: „Diese Studie belegt definitiv, dass Übergewicht oder Fettleibigkeit mit dem Risiko eines vorzeitigen Ablebens einhergehen.“
► Menschen mit mäßigem Übergewicht, d.h. Adipositas Grad I (BMI zwischen 30 und 34,9), verkürze sich die Lebenserwartung um ein Jahr, hieß es weiter.

Dieses Risiko steige „steil und ständig“ mit zunehmendem Gewicht, so Emanuele Di Angelantonio.

► Bei Menschen mit moderatem Übergewicht, d.h. Adipositas Grad II (BMI zwischen 35 und 39,9) seien es daher schon drei Jahre.
► Bei stark Übergewichtigen, d.h. Asipositas Grad III (BMI ab 40), liege das Risiko eines Todes vor dem 70. Lebensjahr dann sogar bei eins zu eins!

Welche Daten wurden für die Studie herangezogen?

Zu Beginn lagen den Wissenschaftlern Patientendaten von 10,6 Millionen Menschen vor, die zwischen 1970 und 2015 für enger gefasste Einzelstudien gesammelt worden waren. Die Forscher sortierten aus diesem Datensatz jene Patienten aus, deren vorzeitiger Tod eine andere Ursache gehabt haben könnte als ihr Übergewicht – etwa Raucher oder Menschen mit chronischen Krankheiten. Übrig blieben die Daten von 3,9 Millionen Menschen aus vier Kontinenten.

Kommentar
Endlich hat man es auch Schwarz auf Weiss. Mehr Sport, mehr Bewegung, zu Fuß oder mit dem Rad, wird von uns daher auch dringend empfohlen!

Quelle: Bild.de



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Freitag, 22. Juli 2016

Was sie über die Bauchstraffung wissen müssen

Gibt es medizinische Indikationen für eine Bauchdeckenstraffung und wann ist sie sonst angebracht?

Ja, dazu gehören Bauchwand- und Nabelhernien, Intertrigo oder massive Hautüberschüsse nach massiven Gewichtsabnahmen. Unter Intertrigo versteht man das Wundsein innerhalb einander bedeckender Hautfalten. Die häufigste Indikation für eine Bauchdeckenstraffung ist das Vorliegen von Fett- und Hautüberschuss im Bauchbereich, der durch konservative Maßnahmen nicht mehr „zum Verschwinden“ gebracht werden kann

Welche Methoden zur Bauchdeckenstraffung gibt es?

Die „Methode“ ist mehr oder weniger immer dieselbe. Die Bauchhaut wird von der Bauchwand in Richtung Rippenbogen abpräpariert, der Gewebeüberschuss wird markiert und entfernt. Je nach Ausprägung der Bauchdeckendeformität wird die Bauchhaut weiter oder weniger weit von der Bauchwand gelöst. Man unterscheidet zwischen Mini-Abdominoplastik, Medi-Abdominoplastik und Maxi-Abdominoplastik. Letztere nennt sich auch „Klassische Abdominoplastik“ und wird am häufigsten eingesetzt, hier präpariert man bis zum Rippenbogen hinauf.

Was passiert, wenn man nach dem Eingriff deutlich zunimmt? Kann es zu Unförmigkeiten kommen bzw. wo nimmt man zu und wie lange hält das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung an?

Es kommt zu keinen Unförmigkeiten, man kann am Bauch zu- und abnehmen wie vor dem Eingriff. Eine Bauchdeckenstraffung beeinflusst den Stoffwechsel nicht. Wenn es zu keinen starken Gewichtsschwankungen kommt, ist das Ergebnis wirklich von Dauer.

Welche Methoden des Gesäßliftings gibt es und wo verläuft die Narbe?

Da gibt es nur eine Methode. Im Prinzip wird im Bereich des Rückens eine Art v-förmige Hautinzision durchgeführt, die Haut bis zur Muskelfaszie abgelöst, der Hautüberschuss nach oben gestreift und entfernt. Abgesehen von der gewünschten Anhebung des Gesäßes kann auch noch eine Formkorrektur des Gesäßes erfolgen. Es können innere Dermislappenplastiken und/oder Eigenfetttransplantationen durchgeführt werden, um eine Rundung des Gesäßes zu erreichen oder Implantate zur Formkorrektur eingebracht werden. In Amerika wird dies recht häufig gemacht, bei uns in Europa relativ selten. Die Narbe bei der Gesäßstraffung verläuft etwa auf Höhe des Beckenkammes und ist wie bereits gesagt v-förmig, von seitwärts oben in Richtung Gesäßspalte und symmetrisch auf die gegenüberliegende Seite.

Welche gesundheitlichen Risiken und Komplikationen können auftreten?

Das häufigste Risiko bei der Bauchdeckenstraffung ist die Nachblutung. Es handelt sich ja um eine besonders große Wundfläche, und es muss während der OP besonders akribisch Blut gestillt werden, um diese Gefahr möglichst zu minimieren. Ein weiteres Risiko sind Wundheilungsstörungen, zu denen es kommen kann, wenn die Haut zu stark gespannt wurde. Im schlimmsten Fall kann es zu Hautnekrosen kommen, also zum Absterben von Hautarealen. Diese Gefahr ist vor allem dann gegeben, wenn der Wundverschluss unter zu großer Spannung erfolgte oder wenn – im Falle einer ergänzenden Fettabsaugung – nicht vorsichtig genug gearbeitet wurde. Weiters kann es auch zur Bildung von Seromen kommen, also zum Austritt von Wundsekret und Lymphflüssigkeit in einen Hohlraum. Serome sind aber nicht weiters gefährlich und können punktiert werden.

Wie hoch sind die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung, ein Gesäßlifting bzw. einen kombinierten Eingriff?

Die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung oder eine Gesäßstraffung variieren zwischen € 4.500 und € 7.500, je nachdem, wie viel gemacht werden muss. Kombinierte Operationen (Bauchdecke und Gesäß in einer OP) sind entsprechend teurer.

Quellen:

http://ift.tt/2alaHf5

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